MIME-Version: 1.0 Content-Type: multipart/related; boundary="----=_NextPart_01C504A4.AEFA3CF0" Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Webseite in einer Datei, die auch als Webarchivdatei bezeichnet wird. Wenn Sie diese Nachricht erhalten, unterstützt Ihr Browser oder Editor keine Webarchivdateien. Downloaden Sie einen Browser, der Webarchivdateien unterstützt, wie zum Beispiel Microsoft Internet Explorer. ------=_NextPart_01C504A4.AEFA3CF0 Content-Location: file:///C:/5865DD0E/Nachrichten.htm Content-Transfer-Encoding: quoted-printable Content-Type: text/html; charset="us-ascii"
Nachrichten aus dem Internet:
Etwa 1.000 Shan-Flüchtlinge im M=
onat
versuchten sich in den Jahren 2000 und 2001 nach Thailand
(Region Fang) zu retten. Die thailändische Regierung weigert sich jedo=
ch
nach wie vor, die Existenz dieser Flüchtlinge aus dem Shan
State anzuerkennen. So dürfen die Shan wed=
er
Flüchtlingslager errichten noch Hilfe aus dem Ausland (UNHCR u.a.) erbitten. Alle Flüchtlinge müssen dah=
er
versuchen, irgendwie als Arbeitsmigranten ihr
Überleben zu sichern. Aufgrund der Wirtschaftskrise wurde jedoch im Ja=
hr
2000 die Zahl der legalen Arbeitsmigranten auf =
nur
100.000 Arbeitserlaubnisse reduziert (bei geschätzten mehr als 1 Milli=
on Arbeitsmigranten aus Myanmar).
Die Mehrzahl der Shan Flüchtlinge arbeitet=
als
illegale Saisonarbeiter in der Landwirtschaft. Aufgrund ihres Status als
Illegale leben sie in ständiger Furcht vor Verhaftung und Deportation
durch Thai-Polizei und Militär. Sie sind in besonderem Maß zudem
Ausbeutung und Missbrauch durch ihre Arbeitgeber ausgesetzt. =
p>
Bislang sind n=
ur
wenige NGOs an der Arbeit mit den Shan
beteiligt, da sie eine weitgehend "verborgene" Gruppe darstellen,=
die
verstreut in den oft schwer zugänglichen thailändischen Dörf=
ern
leben und versuchen, nicht aufzufallen. Die internationale Hilfe hat viel
stärker die Flüchtlinge der Karen, der Karen=
ni
und der Mon im Blick. Der Jesuit Refugee
Service arbeitet seit etwa zwei Jahren mit den Shan,
doch bislang nur in einem begrenzten Umfang. Die Bedürfnisse dieser Gr=
uppe
sind enorm; Schätzungen gehen davon aus, dass der Umfang den
Bedürfnissen aller anderen Gruppen an der westlichen Grenze Thailands
entspricht. In ihrem Kampf gegen ethnische Minderhe=
iten
hat die Militärregierung in Myanmar
(früher: Birma) im Jahre 1996 mit der Zwangsvertreibung der
Bevölkerung des Shan State begonnen. Bisla=
ng
sind rund 300.000 Menschen aus ihren Dörfern vertrieben worden. Diese
wurden zerstört, das Vieh getötet sowie Ernten und Wälder
vernichtet. Vielfach wurden und werden auch Minen verlegt, um langfristig e=
ine
Rückkehr der Bewohner zu verhindern. Nach wie vor wird den Shan nicht erlaubt, in ihre Heimat zurückzukehre=
n.
Riesige Gebiete des fruchtbaren Landes liegen seither brach.
Die Shan Human Rights Foundation
schätzt, dass allein über 120.000 Shan nach
Thailand geflohen sind. Monatlich kommen etwa bis zu 1.000 Flüchtlinge
dazu. Es wird ebenso geschätzt, dass mehrere zehntausend Menschen sich=
in
den ihren Heimatdörfern nächstgelegenen Wäldern verstecken.
Diese Internally Displaced=
Persons (IDPs) ziehen es =
vor, im
Dschungel zu vegetieren als sich in den ihnen zugewiesenen
Siedlungsplätzen aufzuhalten. Dort können sie nicht nur ihre Feld=
er
nicht bestellen, sie müssen zudem Zwangsarbeit für das Militä=
;r
verrichten. Die IDPs führen eine
äußerst prekäre Existenz unter ständiger Bedrohung dur=
ch
das Militär sowie ohne Zugang zu ärztlicher Versorgung oder
Ausbildungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Die Patrouillen des Militärs in den
Gebieten der Zwangsvertreibung wurden im Laufe des Jahres 2000 wieder
verstärkt - mit gehäuften Massakern an der Dorfbevölkerung, =
die
in ihren Verstecken ausfindig gemacht wurden. Die schlimmsten Massaker
konzentrierten sich auf das Gebiet Kengkham, al=
so
genau jenes Gebiet im südlichen Shan State=
, das
überflutet werden wird, wenn die burmesische Regierung ihre Pläne
realisiert, in Kooperation mit thailändischen und japanischen Firmen a=
m Salween Fluss einen Staudamm zu bauen. Nach den Pl&au=
ml;nen
soll dieser Damm der größte in ganz Südostasien werden mit
einer Produktion von 3.300 MW Strom, der hauptsächlich an Thailand ver=
kauft
werden soll. Da die burmesische Militärregierung allergrößt=
es
Interesse am Bau dieses Staudammes hat, geht man davon aus, dass die
Brutalität des Militärs mit der Aufgabe zusammenhängt, das
Gebiet von jeglichem Widerstand gegen den Damm zu säubern. =
; Bereits 1999 fanden darüber hinaus Vertreibungen =
von
etwa 100.000 Angehörigen der =
Wa aus dem nördlichen S=
han
State statt. Sie wurden weiter südlich neu angesiedelt. Dies spricht
für eine Strategie durch eine Ausweitung des Einflusses der Wa den Widerstand im Shan=
Gebiet
zu brechen. Diese Umsiedlungsaktion hatte zudem eine verstärkte Flucht=
von
Shan und Lahu nach =
Thailand
zur Folge. Die verstärkten Militäraktionen gegen die südlich=
en Shan an der Grenze zu Thailand seit Oktober 2000 soll=
en
deren Verbindung zum zentralen Teil des Shan St=
ate
unterbrechen. Es wird daher mit einem weiteren Anstieg der Zahl von Shan Flüchtlingen auf thailändischer Seite
gerechnet. 